Konzert des Musikvereins Niederwörresbach und der Feuerwehrkaplle Rhaunen

                                                                             20.04.2019 in Niederwörresbach


Das intensive Proben und Üben hat sich gelohnt. Die 26 Musikerinnen und Musiker der Spielgemeinschaft Hettenrodt/Niederwörresbach boten mit ihrem Dirigenten Thomas Schütz in der Niederwörresbacher Mehrzweckhalle ein eindrucksvolles Osterkonzert, in deren Mittelpunkt Traditionsmärsche, Polka und Film-Musiken gehörten, wie auch Pop-Hits der 60er Jahre. Dirk Lamperty, Vorsitzender des MV Niederwörresbach hätte an diesem gerne noch ein paar Gäste mehr begrüßt. Lang war dagegen die Liste der Ehrengäste, die er zu begrüßen hatte, die reichte vom Kreisbeigeordneten Klaus Beck bis hin zu Sabine Moser, die als Vorstandsmitglied des Kreismusikverbandes Birkenfeld auch Ehrungen vorzunehmen hatte. Und der Veranstalter freute sich, dass die Feuerwehrkapelle Rhaunen (Leitung Michael Groß) den zweiten Konzertteil bestritt.


Martin Alt führte im ersten Konzertteil durchs Programm, welches die Besucher auf eine musikalische Reise durch Naturregionen der Welt führte, die durch die Urwälder des Amazonasgebietes, über Eisberge und Gletscher, aber auch in Landschaften der Heimat führte. Schmissig der Konzertbeginn mit dem "Rütz-Marsch" des Tiroler Komponisten Erwin Trojan, welchem "Morricones Melody" folgte, das geprägt war von herrlichen Solopassagen. Dann wurde das Publikum auf eine Insel im Pazifik entführt, mit der John-Williams-Komposition "Highlight from" aus Jurassic Park. Danach erzählte "Schmelzende Riesen" eine Komposition von Armin Kofler, die Geschichte der Eisriesen in der Antarktis, die, ob durch den nahenden Sommer oder die Klimaerwärmung langsam aber sicher dahin schmelzen und auseinander brechen. Die Musik kam dennoch ruhig und majestätisch daher, wenn auch beim Publikum etwas Wehmut aufkam.

 

Natur und Liebe sind keine getrennten Konzepte, sondern gehören einfach zusammen. Um Gefühle und Eindrücke in Musik gepackt, ging es in "Spirit of 69", einem Medley von Kurt Gäble an die Ostküste der USA, ehe die Reise durch die Welt im Soonwald endete, mit dem Marsch "Jäger aus Kurpfalz" von Gottfried Rode. Der erste Programmteil vermittelte dem Publikum musikalische Phantasien zum Hören, Fühlen und Sehen. Großer Applaus und die geforderten Zugaben rundeten den Part der Spielgemeinschaft Hettenrodt/Niederwörresbach harmonisch ab. 

 

Dann stieß die Bühnenkapazität der Mehrzweckhalle fast an ihre Grenzen, die Musiker der Feuerwehrkapelle mussten eng zusammen rücken, was aber die Leistung keineswegs schmälerte. Schon klasse gespielt Carl Teikes "Graf Zeppelin Marsch", dem "The Magic of Andrew Lloyd Webber" folgte, und danach Michael Geislers "Hindenburg" die verschiedenen Stationen und dramatische Entwicklungen des am 6. Mai 1937 zerstörten Zeppelin nachzeichnete. Hervorragend solistisch an der der 1. Trompete Klaus Huck sowie Selma Willems an der Oboe und Frank Endres an der Klarinette, riefen Gänsehaut-Feeling hervor.  Man konnte sich die damaligen dramatischen Ereignisse sehr gut vorstellen.

 

Charmant und informativ führte Luisa Kuhn durch das Programm. Die Moderatorin verstand es auf einzigartige Art und Weise das Publikum sachkundig wie auch mit kleinen Anekdoten zu versorgen. "Moment for Morricone" wurde von der Feuerwehrkapelle extra für den 1. Vorsitzenden Dirk Lampberty mit in das Programm aufgenommen, da es sich um das  Lieblingsstück des 1. Vorsitzenden handelt. Dafür bedankte er sich auch sehr bei den Musikern und Musikerinnen aus Rhaunen.


Mit  "Beyond The Sea"  stellte die Feuerwehrkapelle unter Beweis, dass sie nicht nur Marsch, sondern auch Swing beherrscht. Danach aber kam der absolute Höhepunkt des zweiten Teils: "80er Kult (tour)" arrangiert von Thiemo Kraas. Bei diesem Stück ging nicht nur bei den Musikern die Post ab. Das Publikum sang die bekannten Melodien der 80iger mit und bei Sternenhimmel überraschten die Trompeter und Trompeterinnen der Feuerwehrkaplle nicht nur den Dirigenten mit einer gekonnten Sing-und Showeinlage.


Dirk Lamperty stellte fest: "Das war Musik auf allerhöchstem Niveau".  Die Zugaben "Schwabengruß" und "Auf der Vogelwiese" (natürlich auch mit Gesang) waren das Sahnehäubchen der Rhauner Musiker, die mit ihrer hervorragenden Leistung neugierig machten auf ihr Jahreskonzert am Samstag, 29. Juni, das als Open-Air-Konzert geplant ist.